September 2019 - 5 Tage gemeinsam im Team für die Tiere

Jedes Jahr findet im September in Beirut die Gala für die Hunde statt. Die Gala ist für den Shelter das wichtigste Event, da hier die meisten Spenden eingenommen werden und Schulden bei den Tierkliniken und Futterlieferanten beglichen werden können. Dieses Jahr war die Gala ganz besonders, da es nun auch um den Bau des neuen Tierheims geht, da wir für das alte einen Räumungsbescheid erhalten haben. Zu der Gala sind dieses Mal Zach Skow, Gründer von Marley's Mutts und Tye Friis, Gründer von reversed Rescue und auch 3 Board Member der SPCAI angereist, Meredith Ayan, Daniel Rindone und Lori Sholzberg, die wir bereits durch die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren kannten. SPCAI hilft amerikanischen Soldaten, sie wieder mit den Hunden zu vereinen, die sie in Krisengebieten, wie Irak oder Syrien aufgenommen haben. Beta hat ihnen dabei oft geholfen und die Hunde auf ihrer Reise vorübergehend im Tierheim aufgenommen. Dank der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit, hat SPCAI die höchste Spende ihrer Geschichte getätigt und am Galaabend ihre Zuwendung über 100.000 USD bekanntgegeben. Zudem kam durch viele kleinere und ein paar grössere Spendenbeträge von Hundefreunden weltweit bisher soviel zusammen, dass die Bauarbeiten voll im Gange sind und Phase I des Baus nun gesichert ist. Da das Land an einem Hang gelegen ist, besteht ein Grossteil der Arbeit im Ebnen von Terrassen, damit die Fertigbauhäuser (etwas wie Container) aufgestellt werden können. Dennoch fehlt uns immer noch mehr als die Hälfte für den Bau, bitte unterstützen Sie und weiterhin, damit wir keinen Ab- oder Unterbruch der Bauarbeiten riskieren, die Zeit ist ohnehin schon sehr knapp.

Tagsüber waren wir im Team unterwegs, was eine riesige Bereicherung für uns alle war und menschlich gut harmoniert hat. Auch wenn manchmal die Arbeit traurig ist und auch mal sehr frustrierend, versuchen wir immer das Positive zu sehen und optimistisch zu sein und das ist in einem guten Team wie diesem nicht sehr schwer.

 

Video - The future begins today!

Das Tierheim für die 800 Hunde ist wegen des Krieges 2006 notgedrungen in eine brachliegende, zusammengefallene Schweinefarm gezogen. September letzten Jahres hat Beta (www.betalebanon.org) eine Räumungsklage erhalten. Zwar haben wir die Baugenehmigung für ein neues Tierheim an einem anderen, besser gelegenen Ort erhalten, aber uns fehlen die Mittel, das Tierheim zu bauen. Beta hat hierfür das folgende Video veröffentlicht. Ein Video von uns in deutscher Sprache wird noch folgen.

Juli/August 2019 - 3 Wochen Arbeit vor Ort

3 Wochen lang konnten wir vor Ort helfen. Shireen, Schweizer Board Member bei Beta, hat uns ihr "Hundeauto" zu Verfügung gestellt und so konnten wir von morgens bis teilweise nachts Notfälle und die üblichen Kastrationskandidaten in die Klinik bringen, im Tierheim die Hunde versorgen, aber auch in zwei Tierkliniken mithelfen. Zeitgleich waren Shireen und Helena, Vize Präsidentin von Beta verreist und so trugen wir die Verantwortung für über 800 Hunde. Eine Situation in der wir viel lernen konnten und Einblicke in sämtliche Prozesse werfen konnten. Es ist erstaunlich, dass trotz der begrenzten Manpower und Mittel letztendlich viele der 800 Hunde ein relativ glückliches Leben im Shelter führen. Relativ deswegen, da es ihnen in einer liebevollen Familie noch besser ginge. Besonders das große Rudel, das sich tagsüber frei vor dem Shelter bewegen kann und mit den leider wenigen und seltenen Freiwilligen spielen kann, besteht aus sehr sozialen und glücklichen Hunden. Trister wird es im schwer zugänglichen hinteren Teil des Tierheims. Die Hunde, die hier teils einzeln gehalten werden müssen, werden von den Besuchern nicht gesehen. Nicht selten sind es die glücklichsten Hunde, die adoptiert werden, da sie die Besucher am freundlichsten begrüßen. Sicherlich Alltag in jedem anderen Tierheim auch, aber über 800 Hunde, vin denen etwa 400 in einem Rudel leben, ist außergewöhnlich. Da seit September 2018 eine Räumungsklage für das jetzige Tierheim auf dem Tisch liegt, bringt es auch nichts mehr sich über die jetzigen baulichen Gegebenheiten zu beschweren. Wir hoffen, dass wir mit Beta das neue Tierheim bauen können. Alle notwendigen Dokumente und Genehmigungen sind seit 2 Monaten vorhanden und dennoch fehlt das Wichtigste.... das Geld um das Tierheim zu bauen.... Derzeit hoffen wir, dass uns das Gericht die Frist zur Räumung bis Ende Jahr erstreckt, um etwas Zeit zu gewinnen.... Aber ohne Ihre Hilfe werden wir es nicht schaffen und 800 Hunde werden ihr zu Hause verlieren.

Juni 2019 - Reisevorbereitungen

Wir bereiten unsere nächste Reise nach Beirut vor. Dieses Mal haben wir 3 Wochen vor Ort Zeit und nehmen zahlreiche Medikamente, medizinische Hilfsmittel und wie immer Sachspenden der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (Kauartikel, Leinen und Halsbänder) mit. Nachdem die fast 900 Hunde im Winter unter den zahlreichen Stürmen gelitten haben, ist nun die Hitze im Libanon angekommen. Wir haben die letzten Wochen einige Rückschläge einstecken müssen, so ist auch Lazar (voriger Artikel), der uns so ans Herz gewachsen war, leider verstorben. Derzeit läuft gegen das Tierheim eine Räumungsklage, da ein Bauprojekt für das Land genehmigt wurde, Beta (www.betalebanon.org) hat es auch geschafft (6 Jahre hat es gedauert), die Genehmigung für einen Tierheimbau auf einem neuen Land zu erhalten, aber die Mittel fehlen. Es ist eine traurige und frustrierende Situation. Zudem werden Beta/wir jeden Tag mit bis zu 100 Notrufen konfrontiert, diese Woche konnten 15 solcher Notrufhunde retten, in den letzten 2 Monaten wurde jedoch nur ein einziger Hund aus dem Tierheim adoptiert. Ohne die Hilfe ausländischer Organisationen, die sich um die Vermittlung von Hunden kümmern, wäre die Situation unmöglich. Wir werden weitermachen und hoffen weiterhin auf Ihre/Eure Unterstützung. Wir werden weiter berichten, am meisten (wie immer) via Instagram @nina_asseily

Juni 2019 - Lazar (leider verstorben)

Derzeit wird das Tierheim im Libanon mit Notfällen regelrecht überflutet und das zu den bereits fast 900 Hunden und etwa 200 Katzen... Wir haben uns entschieden, einen Notfall zu übernehmen: Lazar. Lazar wurde Anfang Juni mit einer dünnen Schnur um den Hals im Norden des Landes gefunden. Abgemagert bis auf die Knochen mit Wunden voller Maden. Dank der freiwilligen Helfer von Beta konnte Lazar in die Tierklinik gebracht werden wo er seitdem gegen Ehrlichiose, Würmer, Unterernährung... behandelt wird. Seine Wunden wurden gereinigt und heilen gut und er ist trotz allem ein durch und durch freundlicher und lieber Hund. Typisch für die Rasse (Deutsch Kurzhaar) ist er sehr lieb und anhänglich, hat aber auch einen grossen Bewegungsdrang und möchte beschäftigt werden. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, ihn bereits morgen von der Klinik ins Tierheim zu fahren, da er in dem kleinen Käfig in der Klink zu gelangweilt ist. Zwar ist er immer noch viel zu dünn, aber er ist auf dem Wege der Besserung und auch im Tierheim wird er weiter die notwendigen Medikamente bekommen. Wir werden weiter über Lazar berichten und werden privat auch schauen, ob wir ihm ein Zuhause in der Schweiz oder in Deutschland finden können.

Mai 2019 - Video vom Tierheim

Vielen Dank an Raincoast Rescue für dieses wunderbare Video, dass sie im Mai im Shelter aufgenommen haben:

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Mai 2019 - Beirut/Libanon

Diesmal war der Aufenthalt in Beirut ganz besonders effizient, da wir nicht nur, wie sonst, im Team mit Beta (betalebanon.org)zusammengearbeitet haben, sondern da diesmal auch Jessie und Daniel von Raincoast Rescue einer Tierschutzorganisation aus Kanada, vor Ort waren und wir gemeinsam viel erreichen konnten. Wir konnten zahlreiche Hunde zur Kastration ins Tierspital bringen aber auch auf Notrufe reagieren und vor Ort Tieren helfen und sie (falls nötig) anschliessend ins Spital bringen. So zum Beispiel ein Kätzchen, das nachts eingeklemmt in der Federung eines Autos entdeckt wurde. Das Tierheim hat fast 900 Hunde, 200 Katzen, 3 Pferde und 5 Affen, damit ist es nicht nur vom Platz her überfüllt, sondern auch die Kosten belaufen sich mittlerweile auf über 40.000 USD im Monat. Ein Wahnsinnsbetrag, besonders für den Libanon. Und deswegen ist es so wichtig, dass ausländische Organisationen, so wie wir, den Tierschutz vor Ort unterstützen. Der Shelter für die fast 900 Hunde muss bis Ende des Jahres geräumt sein, deswegen werden wir nun unseren Fokus auf den Bau des neuen Tierheims legen. Bald können wir hierzu Näheres veröffentlichen.

Anbei ein paar Bilder, zu sehen ist das Tierheim mit den Hunden, unser Team mit den angestellten Arbeitern aus Sri Lanka, Bilder aus dem Krankenhaus Animal House Hospital, in dem wir mit Ihren Spenden jeden Tag zahlreiche Hunde kastrieren und behandeln konnten und Bilder von den Autofahrten mit den Hunden.

 

April/Mai 2019 - Vorbereitungen für die nächste Beirut Reise

Am 5. Mai reise ich diesmal alleine nach Beirut, um mich um die Hunde und das Tierheim vor Ort zu kümmern. Mit Ihren Spenden werde ich auch dieses Mal so viele Hunde wie möglich in das Tierspital bringen und kastrieren lassen. Meistens sind das die Neuzugänge aus dem Tierheim, ich hoffe aber immer, dass noch etwas übrig bleibt, um TNR (trap neuter return) von Strassenhunden durchführen zu können. Mittlerweile beläuft sich die Anzahl der Hunde im Tierheim auf über 800 und der Beginn des Baus des neuen Tierheims hat begonnen (zumindest wurden Büsche und Gestrüpp auf den 16.000m² geräumt). Der Umzug der Tiere wird die Lebensqualität der Hunde erheblich verbessern, aber auch die Chancen auf Adoptionen erhöhen, da die Aufteilung wesentlich besucherfreundlich sein wird als bisher. Da die bürokratischen Hürden für den Bau nun überwunden sind, hängt es einzig von den finanziellen Mitteln ab, ob, wie und wann das Tierheim erstellt werden kann. Wir werden den Bauplan demnächst veröffentlichen, Sie können uns aber auch gerne jetzt schon kontaktieren, falls Sie gezielt einen Teil des Baus unterstützen möchten. Selbstverständlich werden ich (primär über Instagram) alles Aktuelle posten.

März 2019 - Abby ist glücklich in ihrer neuen Familie in Zürich angekommen

Abby wurde im September 2018 mithilfe Ihrer Spenden gerettet und ist nun in ihrem Traumzuhause in der Nähe von Zürich angekommen. Abby leidet an einer Bauchspeicheldrüsenunterfunktion und hat im Tierheim trotz extra für sie gekochten Essens nicht zunehmen können. Sie wird ihr Leben lang spezielles Futter und Medikamente benötigen und dennoch hat sich ihre Besitzerin für sie entschieden. Wir sind sehr glücklich und dankbar, da sie im Shelter so kaum eine Chance gehabt hätte.

 

Januar 2019 - Juneau geht es dank Ihrer Spenden wieder gut:

Im Oktober (etwas weiter unten auf dieser Seite) haben wir über die Rettung von Juneau berichtet. Heute geht es ihm dank der Medikamente aus der Schweiz wieder gut. Er ist ein gesunder, sehr fröhlicher und verträglicher Hund, der nun nicht nur nicht mehr unter Juckreiz, Schmerz und schlechter Behandlung durch Menschen leidet, sondern der dank Ihrer Spenden nun auch eine Chance auf Vermittlung hat.

Dezember 2018 - Jahresrückblick:

 Nach der Gründung unseres Vereins Anfang diesen Jahres freuen wir uns über die Spenden und über das, was wir bisher mit Ihren Spenden erreichen konnten. Der grösste Teil der Spenden wurde zum Begleichen der Tierarztkosten im Libanon verwendet. Das Animal House Tierspital ist mit den seriösen lokalen Tierschutzorganisationen eng verbunden und leistet hervorragende Arbeit zu reduzierten Tierschutzpreisen. So waren wir in der Lage, bei jedem Besuch einige Hündinnen und Rüden zur Kastration zu bringen und für die Behandlungskosten verletzter Hunde aufzukommen. Den restlichen Teil der Spenden haben wir für Medikamente verwendet, die wir aus der Schweiz mit in den Libanon gebracht haben. Besonders für Bravecto, ein Medikament, das Hunden mit Demodexmilbenbefall hilft und im Libanon nicht erhältlich ist. Hier hat uns unsere schweizer Tierärztin mit reduzierten Medikamentenpreisen geholfen. Zudem hat sie bei sich und bei ihren Kollegen nach Medikamenten kurz vor oder nach Ablaufdatum gesucht und diese gesammelt, damit wir diese ebenfalls mitnehmen konnten. Material wie Kauartikel, Leinen, Halsbänder haben wir von der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz gespendet bekommen und zudem haben uns einige Hundebesitzer in der Schweiz, in Deutschland und auch im Libanon mit Materialspenden unterstützt.

Für die Reisen nach Beirut, Marketing, Präsenz in den sozialen Medien, Rechtsbeistand bei der Gründung des Vereins, sonstige administrative Aufwände … usw. haben wir keine Spendengelder verwendet. Auch weiterhin garantieren wir Ihnen, dass die Spenden zu 100 Prozent direkt bei den Tieren landen.

November 2018 - Gamma:

Vor zwei Jahren habe ich (Nina) mich in die Hündin Gamma verliebt - auf den zweiten Blick. Gamma war keiner der Hunde, die mir aufgefallen sind, meistens hat man ja doch einen Typ Hund, für den man eine besondere Schwäche hat. Bei mir waren das bis dahin die Molosser. Im Tierheim habe ich mich von Anfang an vorwiegend um die unterernährten, kranken und verletzten Tiere gekümmert, die Härtefälle, die manch andere Freiwillige nicht versorgen können. Die Tage im Tierheim sind lang und auch physisch anstrengend und bei mittlerweile fast 800 Hunden nimmt man nicht jeden einzelnen Hund wahr. Auch damals habe ich zwischendurch immer wieder versucht, Bilder zu machen, damit diese von www.betalebanon.org verwendet werden können (den Verein gab es damals noch nicht). Erst nach einigen Tagen ist mir beim Durchsehen der Bilder aufgefallen, dass eine junge, magere Hündin auf fast allen Bildern war - Gamma. Am nächsten Tag erfuhr ich ihren Namen, sie war gerade von einer Autobahn gerettet worden. Sie folgte mir überall hin und wartete vor den Toren und Türen, wenn ich mal im Büro oder in geschlossenen Zwingern war. Auch beim nächsten Besuch nach etwa 2 Monaten genau das gleiche, sonst hatte sie zu niemandem eine Bindung aufgebaut. Sie war so wild, dass sie sich weigerte im Zwinger mit den anderen Hunden zu schlafen und nachdem sie es einige Male geschafft hatte auszubrechen, wurde sie nun immer draussen gelassen und konnte in der Wildnis, die das Tierheim umgibt, übernachten. Sie hat sich mit der Zeit im grossen Rudel (etwa 350 Hunde) recht gut zurechtgefunden, wurde jedoch immer wieder gebissen. Zwei Jahre lang habe ich mich gefragt, ob ein Hund, der so wild ist, in einem Haus oder einer Wohnung glücklicher werden kann. Diesen Sommer habe ich mich nach erneuten Bissverletzungen bei Gamma dazu entschieden es zu wagen. Meine Eltern haben sich bereit erklärt Gamma zu adoptieren und so haben wir Gamma im November in Paris am Flughafen abgeholt. Sie hat den Flug und auch die anschliessende Autofahrt nach Bad Homburg (nähe Frankfurt) gut verkraftet und war nach einem kleinen Maleur bei der Ankunft sofort stubenrein. Nach 3 Tagen konnte ich bereits ohne Leine mit ihr laufen und mittlerweile können meine Eltern mit ihr auch ohne Leine durch den Ort laufen. Sie ist dankbar und glücklich und bis auf einen kleinen Jagdtrieb völlig unkompliziert. Persönlich finde ich, das dies der beste Weg ist, wenn man sich einen Hund wünscht; ein Tierheim besuchen, viel Zeit mitnehmen und offen sein für Hunde, die vielleicht nicht der ursprünglichen "Zielgruppe" entsprechen. Ein Hund wird sich Dich als seinen Menschen aussuchen und vermutlich ist das dann auch der Hund, der Dich am glücklichsten macht.


Oktober 2018 - Juneau erhält dank Ihrer Spenden Medikament aus der Schweiz:

Dank Ihrer Spenden kann Juneau nun das nötige Medikament gegen seine Hautkrankheit erhalten. Es handelt sich um das Medikament, das wir vor einigen Wochen dank Ihrer Unterstützung in der Schweiz kaufen und nach Beirut bringen konnten. Immer wieder gibt es Fälle wie Juneau die unter Demodexmilben leiden (unter der Rubrik Hundegeschichten berichteten wir bereits von Rubia und Morrison). Im Libanon ist dieses Medikament (Bravecto) nicht erhältlich.

Die Besitzer hatten sich des Hundes entledigt, da sie die Krankheit (Demodex und Hautpilz) nicht behandeln lassen wollten. Auf der Stasse wurde Juneau dann geschlagen und gejagt, bis er von www.betalebanon.org gerettet wurde.  Juneau ist nun im Tierheim und es wird ihm hoffentlich schnell besser gehen. Die Pflege und Unterbringung von Juneau umfasst natürlich mehr als nur das eine Medikament, deswegen freuen wir uns, wenn Sie uns und somit die fast 800 Hunde vor Ort weiterhin unterstützen.

 


Oktober 2018 - Reise nach Beirut - Bilder:

Oktober 2018 - Reise nach Beirut - Verwendung Ihrer Spenden:

Im September und Oktober 2018 waren wir 9 Tage im Tierheim vor Ort bei Beirut. Wir konnten uns um die Tiere kümmern, mit anpacken und einiges an Sachspenden der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (dieses Mal besonders Kauartikel) und Medikamentenspenden unserer Tierärztin Frau Dr. Rusch mitnehmen.

Ausserdem konnten wir Ihre/Eure Spenden für Folgendes verwenden:

 - Medikamente (Bravecto, im Libanon nicht erhältlich) für unter Demodex leidende Hunde im Wert von 620 CHF (dank Discount haben wir 500 CHF bezahlt).

- Kastrationen von Hunden für 1.000 USD (Tierheimpreise in der Klinik Animal House 100 USD/Hündin 50 USD/Rüde). Einen Teil der Hunde haben wir selbst in die Klinik gebracht und mitversorgt.

- Rettungskosten (medizinische Versorgung in der Klinik, medizinische Versorgung im Tierheim, Behandlung gegen Parasiten und Impfungen) im Wert von 500 USD.

- Rettung der Jagdhündin Abby. Geschichte auf Facebook und hier und auf Instagram (bitte das Unterstrichene anklicken), hier laufen die Kosten noch und wir werden auch die Kosten ihrer Sterilisation übernehmen.

VIELEN LIEBEN DANK!

Zur Info: Ihre Spenden werden zu 100 % für die Tiere ausgegeben; Reisekosten, Spesen oder administrative Kosten für den Verein zahlen wir.

 

September 2018 - Neu auch auf Instagram @nina_asseily:

August 2018 - Medikamente:

Update zum Spendenaufruf für die Medikamente für die unter Demodexmilben leidenden Hunde:

Vielen Dank den Spendern!  Wir konnten die dringend benötigten Tabletten (Bravecto, nicht erhältlich im Libanon) kaufen und unsere Tierärztin hier in der Schweiz hat uns nicht nur Prozente gegeben, sondern auch bei ihren Kolleginnen nachgefragt und uns viele Medikamente gratis mitgeben können.
 

Vielen Dank an Klaryssa, die die dringendsten Medikamente nach Beirut mitgenommen hat.

August 2018 - Erfolg für das Tierschutzgesetz im Libanon:

Zwei Jahre harter Arbeit haben sich endlich ausgezahlt und  zum ersten Mal im Libanon wird ein Tierquäler inhaftiert und mit einem Bussgeld belegt!
Im Sommer 2016 erhielt Beta einen verzweifelten Aufruf, da ein Mann in einem (recht guten) Viertel in Beirut auf der Strasse Hunde tötete; Augenzeugen beobachteten, wie er einen Hund an einen Straßenmast fesselte und ihn zu Tode fuhr, sein Nummernschild fiel durch den Aufprall auf die Strasse!
Beta leitete sofort eine Untersuchung ein und fand heraus, dass der Hundemörder G. S. oft gesehen wurde, wie er Hunde fängt und in den Kofferraum seines Autos verfrachtet.
Die Details sind zu grausam, um sie hier zu schildern.
Glücklicherweise gab es einige Augenzeugen, die diverse Taten des angeklagten vor Gericht beschreiben konnten.
BETA Freiwillige patrouillierten über Monate in der Gegend um die Hunde zu schützen und den Täter ausfindig zu machen. 
Als die Freiwilligen den Täter in einer Nacht endlich entdeckt hatten, reagierte glücklicherweise die lokale Polizeistation mit dem sofortigen Entsenden einer Patrouille zur Festnahme des Täters.

Beta konnte mithilfe ihrer Anwaltskanzlei Jurisfirma Klage einreichen. Nun, 2 Jahre später wurde das Urteil verkündet:
G.S. erhielt eine 10-tägige Haftstrafe sowie eine LBP 20.000 ($13,33) und eine LBP 4.000.000 ($2.666) Entschädigung an BETA.

G.S. wurde nach dem alten Tierschutzgesetz verurteilt, da seine Verbrechen im Jahr 2016 begangen wurden, und da das neue Tierschutzgesetz (Gesetz 47) im Jahr 2017 erlassen wurde, haben Verbrechen gegen Tiere heute Sanktionen, die von 3.000.000 bis 50.000.000 LBP und Haftstrafen zwischen 3 Monaten und 2 Jahren aufgrund des Verbrechens variieren können.

Auch wenn die Strafe zu milde scheint, ist es ein riesiger Erfolg für den Tierschutz im Libanon, dass zum ersten Mal eine Gefängnisstrafe gegen einen Tierquäler verhängt worden ist!
Wir brauchen Ihre Hilfe, um auch in Zukunft Beta bei solch langwierigen Prozessen unterstützen zu können. Denn dieses Urteil ist in allen Medien present und wirkt abschreckend.


August 2018 - Update zu den geretteten Hunden aus der Welpenfarm:

Weiter unten haben wir von der Rettungsaktion in der "Puppy Mill" berichtet. Durch die professionelle und liebevolle Betreuung von Beta vor Ort geht es den meisten überlebenden Hunden mittlerweile sehr gut. Einige wurden bereits adoptiert, andere warten im Shelter noch auch ihr "furever Home". Diese Rettungsaktion hat Beta und uns an unsere Kapazitätsgrenzen gebracht, da das Tierheim mit den 640 Hunden zuvor schon mehr als ausgelastet war. Die jetzt 730 Hunde (und etwa 150 Katzen) sind finanziell nicht mehr wirklich tragbar und der einzige Grund, warum Beta weiterarbeiten kann, sind die engagierten freiwilligen Helfer, eine Tierklinik, die Beta ein riesiges Dispo genehmigt und natürlich Sie, liebe Spender!  Bitte ermöglichen Sie unsere Arbeit auch in der Zukunft!


Juli 2018 - die Hunde brauchen dringend Medikamente:

 Wir brauchen Ihre/Deine Hilfe!
Wir planen die nächste Reise nach Beirut und wieder gibt es zahlreiche Hunde im Tierheim, die unter Demodexmilben leiden. Bravecto, das Medikament, das den Tieren schnell Linderung verschafft, ist im Libanon nicht erhältlich und recht teuer. Unsere Tierärztin hier in der Schweiz gewährt uns Rabatt, jedoch kostet eine Tablette pro Hund (hält 3 Monate) etwa CHF40. Wenn Ihr einem unter Demodex leidenden Hund helfen möchtet, bitte überweist unter Betreff "Demodex" auf unser Spendenkonto:

CH34 8135 6000 0099 3399 2

(Einzahlungsscheine senden wir auf Wunsch gerne zu)

 

Photos: Rubia ging es dank Bravecto nicht nur sehr schnell viel besser, sondern sie wurde nach vielen Jahren im Tierheim auch endlich adoptiert.

 

 

 

Mai/Juni 2018: Rettung der Hunde aus einer Welpenfarm im Libanon

Dank Beta fand die bisher grösste Tierrettungsaktion im Libanon statt:

Am Sonntag, dem 13. Mai, erhielt das Beta Team die schrecklichen Bilder von Hunden, die dringend Hilfe brauchten. Der anonyme Informant berichtete, dass bereits mehr als 30 Hunde in den letzten zwei Monaten gestorben sind.

Am Montagmorgen reichte Beta eine Beschwerde bei der Polizeistation in Jounieh (einem Stadtteil im Norden von Beirut) ein, die auf Befehl des Generalstaatsanwalts sofort tätig wurde und die BETA-Mitglieder zur Welpenfarm begleitete. Hier stellten die freiwilligen Mitarbeiter von Beta fest, dass die Hunde seit über 72 Stunden nichts gefressen hatten! Die Hunde starben, da sie bereits Monate vorher nicht mehr richtig versorgt worden sind.

Nach der Überprüfung der Räumlichkeiten stellte sich heraus, dass die zuvor erhaltenen Bilder kaum etwas mit der dargebotenen Realität zu tun hatten. Skelette von Hunden waren überall! Diejenigen, die immer noch ums Überleben kämpften, heulten in Not und Hunger, und obwohl ein Tierarzt Beta vor Ort begleitete und trotz aller Bemühungen und Versuche, kam für einige jede Hilfe zu spät.

Einige Hunde hatten Schwierigkeiten aufzustehen oder sich zu bewegen, geschweige denn sich um ihre kleinen Welpen zu kümmern, die in der Hitze kämpften und neben den Leichen ihrer Geschwister spielten.

Beta war täglich vor Ort und versuchte, die Grundbedürfnisse der Hunde zu erfüllen, während die Klage eingereicht wurde. Am 18. Mai schließlich gab der Richter BETA das Sorgerecht für die 83 überlebenden Hunde und am 20. Mai gab der Besitzer der Einrichtung freiwillig alle seine Eigentumsrechte an den Hunden ab.

Die Gerichtsverfahren sind im Gange, und das Strafgericht muss noch ein Urteil verkünden, in dem die Strafen, die dem Eigentümer der Anlage auferlegt werden, genannt werden.

Die mangelnde Fürsorge kostete insgesamt zehn Hunde das Leben, und aufgrund des schrecklichen Floh- und Zeckenbefalls werden die 83 Hunde derzeit auf Ehrlichie, Anämie und andere tödliche Krankheiten getestet. Sie stehen unter der Obhut von BETA, erhalten die dringend benötigte medizinische Versorgung und werden nach ihrer vollständigen Genesung zur Adoption freigegeben.

Beta konnte ihre Hilfe den Hunden nicht verweigern, aber mit 640 Hunden und 150 Katzen bereits im Tierheim können sie die Fürsorge dieser 83 Hunde nicht ohne Hilfe bewältigen! Deswegen bitten wir Sie für diesen Notfall zu spenden. Spendenzweck: "Puppymill"

 

 


Mai 2018 - Gründung des Vereins:

Der Verein ist gegründet! Wir kommen gerade aus Beirut zurück, wo wir 10 Tage lang die 640 Hunde (mittlerweile 720 Hunde) vor Ort unterstützen konnten und sonstige Aktivitäten mit den Tierschutzorganisationen besprechen konnten. Unter der Rubrik "Aktuell" sind bereits ein paar Aktivitäten aufgeführt. Ab jetzt können Sie uns gerne unterstützen, die Bankverbindung ist unten auf der Seite aufgeführt, Überweisungsträger senden wir gerne zu. Vielen Dank!

 

 

 

April/Mai 2018 - Reise nach Beirut - Grooming:

Bereits jetzt ist zu warm für viele Hunde im Tierheim und ehrenamtliche Mitarbeiter (und wenn möglich auch wir) scheren die über die Winter- und Regenmonate völlig verfilzten Hunde. Besonders die kleinen Hunde sind so verklebt, dass sie sich kaum noch bewegen können. Während der Prozedur bleibt die Dankbarkeit der Hunde meist aus, aber wenn man sie danach beobachtet, wie sie plötzlich ganz quirlig umherspringen, entschädigt das locker jeden Undank und eine gewisse olfaktorische Note, die man nur schwer wieder los wird. Die Schermaschine konnten wir in Deutschland kaufen und haben uns sehr gefreut, dass sie nach 2 Wochen Dauereinsatz (die vorigen Maschinen sind regelmässig überhitzt), immer noch funktioniert.


April/Mai 2018 - Reise nach Beirut - Tierschutzgesetz:

Im Libanon gibt es seit Anfang 2018 ein Tierschutzgesetz, das bereits einige Mal umgesetzt werden konnte. So gab es einen Reitlehrer, der nach dem Sturz eines jungen Reitschülers sein Pferd fast totgeprügelt hat. Die zwei Pferde ,die er besass, wurden ihm enteignet und Beta konnte in Zusammenarbeit mit Animals Lebanon beide Pferde retten und nun pflegen. Mit etwas Glück wird zum ersten Mal im Libanon ein Halteverbot und ein Arbeitsverbot mit Pferden gegen den ehemaligen Besitzer ausgesprochen. Das wäre ein grosser Erfolg für den Tierschutz, da im Libanon das Vorhandensein von Gesetzen nicht unbedingt bedeutet, dass sie auch geachtet oder im Falle eines Missachtens auch gebüsst werden.

Auf dem Bild ist die gerettete Stute Apache und Helena, Vice-President von Beta, neben mir zu sehen.

 

April/Mai - Reise nach Beirut - Materialspenden der SUST:

Jedes Mal, wenn wir nach Beirut fliegen, versuchen wir, so viel wie möglich für die Hunde in unsere Koffer zu packen. Nach Absprache mit Beta war diesmal der Bedarf an Halsbändern und Leinen sehr gross, da öfters Schulklassen vorbeikommen und dann etwa 50 Hunde gleichzeitig spazieren gehen können. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz hat uns hier unterstützt und uns nicht nur die Leinen und Halsbänder gegeben, sondern auch einige hochwertige Kauartikel, die besonders den  Hunden, die wegen Verletzungen oder mangelnder Sozialisierung einzeln gehalten werden müssen, die Tage etwas versüsst haben. Vielen Dank an Susy Utzinger und ihr Team!

 

 

18.04.2018

 

Derzeit befindet sich der Verein noch im Aufbau. Für unsere Tätigkeit eine administrative Erleichterung, aber auch wenn der Verein noch nicht gegründet ist, sind wir bei den Tieren vor Ort und helfen.

 

Vielen Dank für Ihr Vertrauen,

Nina Asseily