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05. Dezember 2019 - Artikel in der GRAZIA

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15. November 2019 - Reise nach Beirut

In den letzten Wochen gab es keinen Alltag im Libanon. Schulen und Banken waren meist geschlossen und es wurde überall im Land gegen die korrupte Politik demonstriert. Libanons lokale Währung ist (oder war zumindest bisher) an den USD gepegged (fester Wechselkurs). Wie es scheint ist ein Grossteil der Dollarersparnissen verschwunden. Nun kann die libanesische Zentralbank keine US Dollar drucken und versucht zu verhindern, dass die übrig gebliebenen Dollar das Land (die Banken) verlassen, um Konkurse der Banken und einen Staatsbankrott zu vermeiden. Das bedeutet, dass man im Libanon weder Dollar abheben noch ins Ausland transferieren kann. Im Alltag kann man viel mit Schecks oder Libanesischen Pfund erledigen. Aber alles, was aus dem Ausland kommt (das ist fast alles) wird knapp. Krankenhäuser können Patienten keine Medikamente geben, Apotheken sind leer und auch den Tierkliniken und unseren Tieren mangelt es an noch mehr als sonst. Mein Mann Nabil, Mitgründer unseres Vereins und Libanese wird Ihre Spenden nächste Woche in Form von Medikamenten und Bargeld (US Dollar) in den Libanon bringen, um so einige Futter- und Tierarztrechnungen zu begleichen. Um so viele Medikamente wie möglich mitnehmen zu können, bitten wir Sie, uns zu unterstützen! Bitte spenden Sie!

22. Oktober 2019 - Demonstrationen im Libanon

Seit letzter Woche wird überall im Libanon demonstriert. Das Land ist eines der höchstverschuldeten Länder überhaupt und die Regierung ist (wie vieles im Land) grösstenteils korrupt. Die Demonstrationen sind vorwiegend friedlich und die Demonstranten achten sehr darauf, dass es so bleibt. Viele Freunde von uns vor Ort sind auf der Strasse und loben den höflichen und respektvollen Umgang in den Massen. Schätzungen zufolge sind 2 Millionen Menschen in Beirut auf den Strassen (Bild unten) und das in einem Land mit etwa 5 Millionen Einwohnern (bestätigen können wir die Zahlen nicht und Quellen variieren sehr). Neben zahlreichen Steuererhöhungen hat letztendlich eine geplante Steuer auf WhatsApp das Fass zum Überlaufen gebracht. Gestern sprach dann Premierminister Saad Hariri und versprach die Löhne der Minister um 50% zu kürzen (das scheint die Minister wenig zu interessieren, da sie im Gegensatz zu dem Grossteil der Bevölkerung sehr wohlhabend sind). Ausserdem versprach er Reformen, jedoch sind die Reaktionen der Bevölkerung verhalten und auch heute steht nach wie vor alles still. Die Schulen und Banken sind geschlossen und wenn man sich bewegen möchte, kann man Vespa-Taxis buchen, die an den Blockaden vorbeikommen.

Für die Tiere im Libanon hat die Situation leider nur negative Auswirkungen: Zunächst gab es Waldbrände durch Brandstiftung, denen Menschen, Wildtiere, aber auch eingesperrte und angebundene Haustiere zum Opfer gefallen sind. Zudem können seit einer Woche kaum Freiwillige zum Shelter gelangen, da die Strassen blockiert sind. Ebenso kam der Futterlieferant nicht und konnte über Umwege erst am Sonntag, einen Tag bevor wir kein Futter mehr gehabt hätten, den Shelter erreichen. Auch jetzt reicht das Futter nur für etwa 5 Tage. Da man derzeit keine US Dollar abheben kann und viele keine libanesischen Pfund (auch hier sind die Geldautomaten mittlerweile fast alle leer) oder Schecks mehr akzeptieren, kann der Zaun für den neuen Shelter nicht bezahlt und geliefert werden, was dazu führt, dass derzeit die Bauarbeiten stillliegen.

Desweiteren hatte Beta eine Halloween Party (wie jedes Jahr) für Familien, vor allem aber Kinder geplant, auch diese mussten auf ungewiss verschoben werden. Wir wollten längst unsere nächste Reise nach Beirut planen, müssen nun aber erstmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt.

unser Video!!!

Bisher haben wir keine Spendengelder für Marketing oder Administration verwendet und das wollen wir auch in Zukunft so handhaben. Dieses Video hat Joe, ein freiwilliger Helfer des Tierheims in Beirut für uns ehrenamtlich gemacht.

27. September 2019

Neu können Sie über den roten Spendenbutton auch via Twint spenden. Ausserdem konnten wir so unsere Gebühren auch für andere Zahlungswege reduzieren. Dennoch freuen wir uns, wenn Spender via Banküberweisung oder (nur in der Schweiz verfügbar) via Twint spenden, da bei den beiden Zahlungsmöglichkeiten keine Gebühren anfallen und somit jeder Rappen bei den Tieren ankommt. Derzeit bemühen wir uns zudem ein deutsches Spendenkonto einzurichten, damit es für deutsche Spender demnächst auch gebührenfrei wird.

September 2019 - 5 Tage gemeinsam im Team für die Tiere

Jedes Jahr findet im September in Beirut die Gala für die Hunde statt. Die Gala ist für den Shelter das wichtigste Event, da hier die meisten Spenden eingenommen werden und Schulden bei den Tierkliniken und Futterlieferanten beglichen werden können. Dieses Jahr war die Gala ganz besonders, da es nun auch um den Bau des neuen Tierheims geht, da wir für das alte einen Räumungsbescheid erhalten haben. Zu der Gala sind dieses Mal Zach Skow, Gründer von Marley's Mutts und Tye Friis, Gründer von reversed Rescue und auch 3 Board Member der SPCAI angereist, Meredith Ayan, Daniel Rindone und Lori Sholzberg, die wir bereits durch die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren kannten. SPCAI hilft amerikanischen Soldaten, sie wieder mit den Hunden zu vereinen, die sie in Krisengebieten, wie Irak oder Syrien aufgenommen haben. Beta hat ihnen dabei oft geholfen und die Hunde auf ihrer Reise vorübergehend im Tierheim aufgenommen. Dank der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit, hat SPCAI die höchste Spende ihrer Geschichte getätigt und am Galaabend ihre Zuwendung über 100.000 USD bekanntgegeben. Zudem kam durch viele kleinere und ein paar grössere Spendenbeträge von Hundefreunden weltweit bisher soviel zusammen, dass die Bauarbeiten voll im Gange sind und Phase I des Baus nun gesichert ist. Da das Land an einem Hang gelegen ist, besteht ein Grossteil der Arbeit im Ebnen von Terrassen, damit die Fertigbauhäuser (etwas wie Container) aufgestellt werden können. Dennoch fehlt uns immer noch mehr als die Hälfte für den Bau, bitte unterstützen Sie und weiterhin, damit wir keinen Ab- oder Unterbruch der Bauarbeiten riskieren, die Zeit ist ohnehin schon sehr knapp.

Tagsüber waren wir im Team unterwegs, was eine riesige Bereicherung für uns alle war und menschlich gut harmoniert hat. Auch wenn manchmal die Arbeit traurig ist und auch mal sehr frustrierend, versuchen wir immer das Positive zu sehen und optimistisch zu sein und das ist in einem guten Team wie diesem nicht sehr schwer.

 

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