Hundegeschichten

Morrison

Update Juni 2019: Morrison ist einer der glücklichen Hunde die Jessie von Raincoast Rescue mit nach Vancouver Island fliegen konnte. Er lebt sich gerade ein und wird sicherlich bald vermittelt werden können. Wir werden berichten.

 

Anfang 2018 wurde Morrison mit Hautproblemen und schweren Verätzungen im Gesicht gerettet. Nicht nur physisch sondern auch psychisch war er in einem erbärmlichen Zustand (siehe Video). Wir konnten Medikamente aus der Schweiz mitnehmen und bereits nach einer einwöchigen Behandlung waren seine Wunden verheilt und Morrison war voller Lebensfreude und hüpfte vergnügt durch die Gegend (die ersten Bilder). Mittlerweile ist er wieder völlig gesund, sitzt leider aber immer noch im Tierheim. Gerne kann für ihn auch eine Patenschaft übernommen werden. 

 

Info:

Morrison steht stellvertretend für viele reinrassige Huskies bei Beta. In den Tierhandlungen werden sie als Welpen aus Käfigen verkauft und oft als "Spielzeug" unüberlegt angeschafft. Spätestens während der heißen libanesischen Sommer wird der dementsprechend stark haarende Husky dann mehr oder weniger sanft entsorgt.

 

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Morrison kurz nach seiner Rettung
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Rubia

Rubia ist ein Pointerhündin, die im Alter von einem Jahr 2015 von Beta gerettet wurde. Rubia ist wahnsinnig lieb zu jedem und kommt auch im Rudel mit den anderen Hunden sehr gut zurecht. Seit ihrer Rettung litt sie an Demodexmilben und auch wenn es nicht ansteckend ist, hat sie eben doch nicht immer die gewünschten Streicheleinheiten bekommen und ihre Chancen für eine Adoption standen schlecht. 2018 hatte sich ihr Zustand nochmals verschlechtert und sie litt so unter ihrer Haut, dass sie noch nicht mal mehr mit dem Ball gespielt hat (sie gehörte auch dem Beta-Ballteam an).  Schließlich hat uns dann unsere Schweizer Tierärztin mit der Behandlung und den Medikamenten geholfen und bereits nach etwa 10 Tagen war eine deutliche Verbesserung zu sehen. Eine weitere Woche später wurde dann die 2 Bilder im Grünen aufgenommen und einen Monat später wurde Rubia (nach 3 Jahren im Tierheim) im Libanon adoptiert. Sie leidet nicht mehr an Demodex, lediglich an dem Ellebogen sah man zunächst noch die letzten Spuren. Die Behandlung von Rubia war weder aufwendig, noch teuer, jedoch gab es die Medikamente im Libanon einfach nicht.

 

Info:

Ähnlich wie Morrison steht Rubia stellvertretend für viele Pointer im Tierheim. Pointer werden zur Jagd gekauft und wenn es nichts zu Jagen gibt, oder die Saison zu ende ist, werden sie entsorgt. Pointer und Huskies sind oft von Demodexmilben befallen. Regelmässig kaufen wir seit Rubia grössere Mengen vergünstigt in der Schweiz und bringen diese nach Beirut.

 

Nala (ehemals Bulma)

Nala wurde etwa 2012 geboren und dann vermutlich zur Zucht missbraucht. 2015 hat Beta sie gefunden und gerettet. Nala ist eine der Hündinnen im Tierheim gewesen, die gar nicht mit dem Alltag im Tierheim zurechtgekommen ist. Sie wurde von den anderen Hunden gemobbt, was dazu führte, dass sie etwa 3 Jahre in einem Zwinger gehalten werden musste. Und das, obwohl sie einfach nur gutmütig und lieb ist. Ich habe ein Jahr lang viel Zeit mit ihr verbracht und sie kennen und lieben gelernt. Obwohl unser Verein die Vermittlung von Tieren nicht als Ziel hat, haben wir hier gezielt ein Zuhause für Nala gesucht. Sie wurde in der Nähe von Frankfurt adoptiert und erhält nun die Liebe und Zuwendung, nach der sie sich ihr Leben lang gesehnt hatte. Ihre Adoption brauchte Zeit, war kostspielig und es gibt auch bei einem Hund wie Nala, bei dem man im Tierheim keine Macken feststellen kann, immer eine Ungewisse für das spätere Leben im Haus. Dank der Fachkenntnis, Liebe und Geduld der Adoptanten hat Nala ihr Traumzuhause gefunden. Wir sind den neuen Besitzern sehr dankbar und freuen uns für Nala von ganzem Herzen. In der Slideshow finden sich Bilder von 2015 bei der Rettung über 2017 die Zeit in der wir viel Zeit mit ihr im Tierheim verbracht haben und ab 2018 bis heute (2019) die meisten Bilder aus ihrem neuen Leben. Wir stehen nach wie vor in Kontakt zu Nala und ihrer Familie und werden die Bilder weiter aktualisieren.

 

Info:

Beta ist mit fast 900 Hunden an der Kapazitätsgrenze angelangt. Es ist kein Tierheim, das man mit Tierheimen in der Schweiz oder Deutschland vergleichen kann. Es gibt nur ganz wenige Hunde, die alleine in einem Zwinger sind. Die meisten werden in Rudeln gehalten. Davon gibt es halbwilde, die in der Natur um das Tierheim leben und auch draußen schlafen, es gibt die sogenannten Escape-Artists, Hunde die sich auch nachts frei bewegen können, da sie Zäune hoch- und runterklettern können, es gibt das größte Rudel, das etwa 300 Hunde umfasst und tagsüber teils draußen ist und erst zur abendlichen Fütterung wieder in das Tierheim geht und dann gibt es zahlreiche kleine Gruppen in Zwingern. Die halbwilden Hunde und das große Rudel führen ein gutes Leben bei Beta, den Hunden geht es vermutlich besser als in manchem Haushalt. Es sind vorwiegend die Hunde in Zwingern, die unter der Situation leiden. Alle Hunde in und um Beta werden von uns oder Beta kastriert. Beta leistet hervorragende Arbeit auch im Bereich der Aufklärung der Bevölkerung, dennoch werden insgesamt zu wenige Hunde adoptiert und Beta muss jeden Tag neue Tiere ablehnen.