Vereinsgeschichte

Nina Asseily

Ursprünglich komme ich aus Frankfurt am Main und bin in Bad Homburg, Kuwait und Mailand aufgewachsen. Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den Niederlanden habe ich lange Zeit in der Finanzindustrie gearbeitet. Eine Schweizer Bank war es auch, die mich 2008 nach Zürich geholt hat. Nach spannenden Jahren im Investment Banking habe ich vor drei Jahren schließlich meinen Beruf an den Nagel gehängt, um mich meiner Leidenschaft zu widmen: dem Tierschutz.
Seit  mittlerweile 13 Jahren bin ich regelmäßig in Beirut, der Heimat meines Mannes und mittlerweile auch so etwas wie meine dritte Heimat. Durch ihn habe ich die ortsansässige Tierschutzorganisation Beta (www.betalebanon.org) kennengelernt. In einem Land, wie dem Libanon, das mit einer Vielzahl von unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen hat, steht Tierschutz nicht an erster Stelle und umso mehr hat mich das Engagement und die Unermüdlichkeit des Beta-Teams beeindruckt. Die vielen geretteten Hunde in dem Tierheim von Beta bereiten jedem Besucher wahnsinnig viel Freude, gleichzeitig machen einen die einzelnen Schicksale aber auch traurig, ganz zu schweigen von den vielen Tieren, denen man nicht helfen kann, da es die Kapazitäten einfach nicht zulassen.
Zunächst habe ich begonnen, Halsbänder, Leinen und auch Futter mit zu den rund 800 Hunden zu bringen. Später habe ich dann auch einzelne Hunde mit Medikamenten von meiner Tierärztin aus der Schweiz versorgt. (Vielen Dank Frau Dr. Rusch.) Dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass meine Bemühungen besonders effizient sind. Und so suchte ich professionelle Hilfestellung und fand sie bei Susy Utzinger und ihrem Team. Susy war es auch, die mir den Anstoß gab, einen eigenen Verein zu gründen und ein Tierheimpatenschaftsprogramm auf die Beine zu stellen. Während meiner ehrenamtlichen Arbeit für die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz lernte und lerne ich viel über professionellen und nachhaltigen Tierschutz und versuche nun, dieses in Zusammenarbeit mit Beta im Libanon umzusetzen.
Es ist nicht mein Ziel, Hunde aus dem Libanon in die Schweiz oder nach Deutschland zu bringen, damit sie dann hoffentlich gut vermittelt werden. Natürlich freue ich mich über jeden Hund, der ein gutes Zuhause findet, jedoch geht dies meiner Meinung nach nur dann seriös, wenn die zukünftigen Besitzer den Hund zuvor auch ausreichend persönlich kennengelernt haben. Gerne helfe ich in so einem Fall mit einer Reiseplanung für den Libanon, einem wirklich sehenswerten Land. Aber zurück zu meinem Ziel; ich möchte das Leben der Tiere vor Ort nachhaltig verbessern. Dies geht durch Aufklärung der Bevölkerung, durch Kastrationsaktionen und auch durch Soforthilfe. Beta arbeitet bereits mit den Behörden zusammen und kastiert so viele Tiere wie sie können, aber der Bedarf ist hoch und die Mittel beschränkt.
Neben innenpolitischen Problemen ist der Syrienkrieg für Beta eine Belastung, da die ohnehin überschaubare Anzahl an engangierten Unternehmen und privaten Spendern bei der lokalen humanitären Krise in den Flüchtlingslagern oft ihre bisherigen Zuwendungen aus dem Tierschutz ziehen. Aus dem Ausland erhält Beta kaum Unterstützung, denn oft gibt es Vorbehalte, Geld in ein derart politisch instabiles Land zu überweisen. Zudem machen auch die Finanzinstitute eine Überweisung teuer und zeitintensiv. Die Spenden, die ich erhalte, werden nicht direkt an Beta überwiesen werden (obwohl ich Beta voll und ganz vertraue). Die Spenden werden für das direkte Begleichen von Futterrechnungen, Tierarztrechnungen oder sonstigen Materialrechnungen verwendet werden, teilweise werde ich Arbeiten auch vor Ort persönlich tätigen oder organisieren, da ich etwa alle zwei Monate in Beirut bin. Sobald der Verein seine Arbeit aufnehmen kann, werde ich gerne über alle Aktivitäten Auskunft geben.
Über unseren Verein haben Sie nicht nur die Möglichkeit zu spenden, sondern Sie können die Patenschaft für einen Hund übernehmen. Die Patenschaft für einen Hund kostet im Monat 20 Franken und jeder Hund wird nur einen Paten haben. Als Pate werden Sie auf Wunsch regelmäßig über das Schicksal Ihres Patentieres informiert werden. Mit den Beiträgen für das Tierheimpatenschaftsprogramm unterstützen Sie nicht nur Ihr Patentier, sondern gewährleisten eine professionelle Führung des Tierheims.
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und garantiere Ihnen mit meinem Namen, dass Ihre Hilfe bei den Tieren ankommt!
Außerdem danke ich meinem Mann, Nabil, der meinen Einsatz nicht nur toleriert, sondern mich aktiv unterstützt und auch in unserem Verein ist. Zudem danke ich Susy Utzinger und ihrem Team für ihre Unterstützung mit Rat, Tat und Materialspenden und ich danke BETA, die seit 2004, unter sehr schwierigen Bedingungen, mittlerweile fast 5000 Hunde und Katzen retten, kastrieren und oft auch vermitteln konnten.
Ihre Nina Asseily 
Präsidentin des Vorstandes
Nina Asseily - Verein für Tierschutz